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Gut aktuelle Lage, Zukunft jedoch ungewiss
Unter der Anwesenheit von nur rund 25 Mitgliedern fand am 16. März im Sportheim des TSV 1860 Bad Rodach die Jahreshauptversammlung 2010 statt.
Vorsitzender Thomas Stang ging in seinen Ausführungen zunächst auf die Mitgliederentwicklung ein, die leicht rückläufig ist. Im Jahr seines 150sten Bestehens ist der Verein 750 Mitglieder stark und bietet mit acht Einzelsparten ein breites sportliches Feld. In der Hoffnung diese Mitgliederzahl auch in der aktuellen schlechten Wirtschaftslage halten zu können, sprach Stang einen besonderen Dank auch den passiven Mitgliedern aus. Deren Treue zum Verein ist notwendig, um auch in Zukunft das Vereinsleben aktiv gestalten zu können. Im Weiteren ging der 1. Vorstand auf zwei Abteilungen ein, die dem Vorstand zunehmend Kopfschmerzen bereiten. Die einstmals boomende Tennis-Abteilung ist sehr stark geschrumpft und ist bereits seit drei Jahren ohne Abteilungsleitung. Viel geliehenes Geld wurde in den 80ziger und 90ziger Jahren in den Bau von Tennisplätzen investiert. Die Rückzahlung dieser Kredite wird den Verein noch über Jahre belasten. Nachdenklich stimmt Stang auch die rückläufige Zahl an Übungsleitern beim Handball. Dieser Zustand wird die Nachwuchsarbeit innerhalb dieser Sportart zunehmend beeinträchtigen. Das Jahr 2010 wird geprägt werden durch das 150jährige Vereinsjubiläum, wobei die DJ-Party am 12.6., der Festkommers am 19.6. und das Oktoberfest am 25.9. die Highlights setzen sollen.
Der Geschäftsführende Vorstand Hartmut Seifert konnte von einer geordneten Finanzlage des Vereins berichten, die Schulden konnten trotz hoher außerordentlicher Anschaffungen von Sportgeräten weiter reduziert werden. Seiferts Lob galt den Abteilungsleitern für ihre Disziplin bei der Einhaltung der Abteilungsetats. Seinen herzlichen Dank sprach er der Stadt Bad Rodach, dem Landkreis Coburg sowie dem ortsansässigen Verband für Leibesübungen aus, die den TSV mit finanziellen Zuschüssen unterstützten. Die Stadt hilft außerdem noch durch die günstige Überlassung der Sporthallen. Seiferts Hoffnung ist, dass trotz der vielfältig geplanten nicht-sportlichen Veranstaltungen in der Stadthalle der Sport in dieser nicht zu sehr unter Einschränkungen zu leiden hat. Aufgrund von privaten und beruflichen Veränderungen sieht sich Hartmut Seifert zunehmend eingeschränkt, die Tätigkeiten des Geschäftsführenden Vorstands wahrzunehmen. Ein Nachfolger wird deshalb für ihn zu finden sein.
Über die Kassenprüfung berichtete Thomas Florschütz. Die Buchhaltung befand sich in tadellosem Zustand, womit der Jahreshauptversammlung die Entlastung des Vorstands für 2009 vorgeschlagen wurde. Diesem Vorschlag wurde einstimmig gefolgt.
In der Saison 2009/2010 konnte der Fußball im TSV, der bis dahin nur auf Hobbyebene betrieben wurde, wieder aktiviert werden. Spielleiter Sener Altun informierte über die aktuelle Lage der Mannschaft, die erfolgreich in der A-Klasse spielt und derzeit den 4. Tabellenplatz belegt. In den Hallenkreismeisterschaften zog die Mannschaft als einziger A-Klassist in die Endrunde ein. Gestärkt durch einige Neuzugänge auf 19 aktive Spieler ist in der Rückrunde viel Positives von dieser Mannschaft zu erwarten.
Vom Handball berichtete Abteilungsleiter Klaus Kindler. Innerhalb der SG Bad Rodach / Großwalbur nehmen derzeit 12 Mannschaften am Spielbetrieb bei. Die Situation der Spieler und Trainer bei den Minis und im E-Jugend-Bereich ist als gut zu bezeichnen. Bei den größeren Mädchen kann aufgrund von fehlenden Spielerinnen auch für die kommende Saison keine A- und B-Jugend gemeldet werden. Besser ist die Situation bei den Jungs. Als einzige Mannschaft innerhalb der SG wird die männliche B-Jugend in der laufenden Saison einen Meistertitel erreichen. Im Damenbereich sieht es derzeit alles andere als gut aus. Die 1. Mannschaft wird aus der Bezirksoberliga absteigen, Trainer und Co-Trainerin scheiden aus, Ersatz ist derzeit nicht in Sicht. Die 2. Mannschaft musste nachträglich außer Konkurrenz gemeldet werden.
Licht und Schatten gibt es beim Männerhandball. Die Dritte hat in der Bezirksklasse West den erfreulichen vierten Platz erspielt, die Mannschaft aus alt und jung funktioniert gut. Das Sorgendkind Zweite kämpft nach anfänglichem Erfolgen um den Abstieg. Die 1. Mannschaft spielte in der Saison 09/10 eher weniger aufregend in der Bezirksoberliga im Mittelfeld mit. Einen Appell richtetet Kindler zum Schluss: sie Handballsparte such dringend nach Schiedsrichtern, Betreuern, Trainern, Helfern und Sponsoren.
Sehr viel erfreuliches hatte Siegmar Karnitschky vom Tischtennis zu berichten. Der TSV zählt mit insgesamt 16 gemeldeten Teams zu einem der größten TT-Vereine Oberfrankens. Derzeit haben gleich fünf Teams gute Chancen auf den Aufstieg in die nächst höhere Klasse, allen voran die 1. Damenmannschaft. Bisher ungeschlagen in der laufenden Saison sollte der Aufstieg in die 2. Bezirksliga nur noch Formsache sein. Auch die 2. Damen hat sehr gute Chancen auf den direkten Wiederaufstieg in die 1. Kreisliga. Die 1. Herrenmannschaft könnte sich nach der 5. Saison in der Oberfrankenliga mittels erfolgreicher Relegation für die Landesliga qualifizieren. Auch via Relegation aufsteigen kann die 5. Herren in die 1. Kreisliga. Hält die 6. Mannschaft ihren derzeitigen zweiten Platz steigt sie direkt aus der Kreisliga Coburg-Nord auf. Die 1. Mädchenmannschaft spielt in ihrer ersten Saison sehr erfolgreich in der 2. Bezirksliga.
Über die Volleyball-Abteilung berichtete Herbert Seidel. Der Freizeitsport läuft im Mixed-Berieb, der konstant gute Trainingsbesuch lässt gute Spielmöglichkeiten zu. Hauptereignis war das jährliche Freiluftturnier, an dem 9 Freizeitmannschaften teilgenommen hatten. Punkt- und Ballgleich und nur mit einem Ball weniger als „Die einarmigen Banditen“ (TV 48 Coburg) hat der TSV den Sieg beim eigenen Turnier denkbar knapp verpasst. Einen souveränen Turniersieg erzielten die TSV-Volleyballer jedoch beim Jubiläumsturnier des TSV Cortendorf.
Über die Faustballer berichtete Hans Thauer, die inzwischen nur noch in der Halle trainieren. Am aktiven Spielbetrieb nimmt die Abteilung nicht mehr teil, pflegt jedoch weiterhin das gesellige Zusammenkommen.
Christine Zetzmann informierte über die Geschehnisse innerhalb der Turnabteilung. Im Bereich des Kinderturnens herrscht reger Zulauf. Ebenso beim Spaßturnen, das innerhalb des „Sport nach Eins“ - Programms zusammen mit der Volksschule Bad Rodach durchgeführt wird. Im Bereich des weiblichen Leistungsturnens gab es bei den Turngau-Minimeisterschaften und den Turngau-Mannschaftsmeisterschaften durchweg gute und sehr gute Platzierungen. Die Frauen-Gymnastik unter Ingrid Oeckler erfreut sich zunehmender Begeisterung. Geboten wird moderne Gymnastik, präventive Rückenschule sowie Gesundheitssport. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es inzwischen zwei Gruppen „Fitnessgymnastik“ (Sabine Liebermann).
Die Leichtathleten im TSV unter Günther Brunner besuchten Sportfeste, Kreis- und Oberfränkische Meisterschaften, wobei acht erste Plätze bei Kreismeisterschaften und ein erster, neun zweite sowie drei dritte Plätze bei Oberfränkischen Meisterschaften erzielt werden konnten. Erfreuliches gibt es im Schülerbereich, die wieder fleißige und ehrgeizige Talente in ihren Reihen hat. Hannah Kupfer und Marie Bertl dominierten in ihrer Altersklasse der Neunjährigen die Kreismeisterschaften.
Die Grüße der Stadt überbrachte 3. Bürgermeister Heinrich-Adam Püls, der auch die Neuwahlen durchführte. Der Vorstand wurde komplett wiedergewählt: 1. Vorstand Thomas Stang; 2. Vorstand Michael Kowol; Geschäftsführender Vorstand / 1. Kassier Hartmut Seifert; 2. Kassier Susanne Reinhardt; 1. Schriftführerin Silke Wutschka; 2. Schriftführerin Simone Wohnig. Zum Kassenprüfer wurden Thomas Florschütz und Lothar Gabriel gewählt.

Der alte / neue TSV-Vorstand
von links: Thomas Stang, Susanne Reinhardt, Silke Wutschka, Hartmut Seifert
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